Q&A: Warum gilt Orthorexie als gefährlich?

Dec

30

2012

Frage von Joh J: Warum gilt Orthorexie als gefährlich?

Kann sie auch körperliche Auswirkungen haben?

beste Antwort:

Answer by shellyblue75
Orthorexie wird als eine krankhafte Fixierung auf die Auswahl von „gesundem“ und der Vermeidung von „ungesundem“ Essen verstanden. Die Entscheidung, ob bei einer Person eine Krankheit oder lediglich ein bestimmter Lebensstil vorliegt, muss vorsichtig getroffen werden, um eine Stigmatisierung des Betreffenden zu verhindern. Es existiert noch kein anerkanntes System zur Diagnose der Orthorexie. Man kann jedoch von einer Krankheit ausgehen, wenn folgende Kriterien zutreffen [2]:

Die Störung dauert über einen längeren Zeitraum an
Es gibt bedeutende negative Auswirkungen auf die Lebensqualität des Betroffenen, z.B. soziale Isolation
ständiges Kreisen der Gedanken um das Essen
Schuldgefühle, falls vom Ernährungsplan abgewichen wird
Gefühl der Überlegenheit, Missionierungseifer, um andere von seiner Ernährung zu überzeugen
Es wird diskutiert, ob zu einer Diagnose der Orthorexie auch die Präsenz von zwanghaften Persönlichkeitszügen notwendig ist [3] [4]. Der fließende Übergang von normal zu krankhaft hat viel mit dem Konzept der Persönlichkeitsstörungen gemein

Hallo! Ich denke mal jede Art von krankhaftem Essverhalten oder Störungen sind als gefährlich einzustufen und sollten behandelt werden.Ich habe selbst mal immer mit (zum Glück) leichten Essstörungen zu kämpfen und denke man sollte sich Hilfe holen!Lieber zu früh als zu spät.Es gibt so viele liebevolle,verständnissvolle Berater,die gerne helfen und für einen da sind!
Okay…Soweit so gut…Ich wünsch Dir hier noch viel Spass und weiterhin Alles Gute!

Füge deinen Kommentar hinzu!

In: Gesundheit & Medizin Frage von: [8 Grey Star Level] Bookmark and Share



Antwort # 1

nun ja letztendlich gibte es ja verschiedene meinungen was das betrifft und zwar
- orthorexie als eingene krankheit oder
- folgeerscheinung einer anderen psychischen erkrankung

fakt ist aber dass es eine “krankhafte” sache ist und so wie magersucht etc zu einer sozialen abkapselung der betroffenen führt da sie sich auf ihre ernährung so konzentrieren, dass sie sich mit anderen dingen gar nicht mehr beschäftigen.

ich selber habe mir allerdings noch keine konkreten gedanken gemacht über die sache ;)
bin aber durchaus der meinung dass das ganze psychologische betreuung braucht

ich meine gesunde ernährung ist ne gute sache aber man kann alles soweit übertreiben dass es eine krankheit wird

Gute Antwort oder schlechte Anwort: Thumb up 0 Thumb down 0

Answers beantwortet von: frimmelsim [ Grey Star Level] Bookmark and Share

Antwort # 2

Orthorexie:

Orthorexia nervosa bezeichnet ein Krankheitsbild aus der Kategorie der Essstörungen, welches noch nicht allgemein anerkannt ist, aber von der Wissenschaft zur Zeit intensiv diskutiert wird.

Kurz und bündig
Bitte Schön
Liebe Grüße
Turbo.

Gute Antwort oder schlechte Anwort: Thumb up 0 Thumb down 0

Answers beantwortet von: turbo1510 [ Grey Star Level] Bookmark and Share

Antwort # 3

Hat das was mit dys-lexie zu tun??? Unfähigkeit sich verständlich auszudrücken, DIe kleinen grünen männchen scheinen eine Apathie bis Alergie auf Torett zu haben, und mancher hoper im Recht hat es schwehr sich innerhalb eines jeden Sachverhaltesmit ihnen zu unterhalten. Ein abziehbildchen von einem Gummiadler auf der Mütze/Jacke… macht nicht gleich zum Engel, und Keiner nich gleich zum Teufel
oder geht es um zu richtig Schreiben wollen, kan die Kreativität erhäblich einschrenken, und doch als unverstanden hinterlassen

Gute Antwort oder schlechte Anwort: Thumb up 0 Thumb down 0

Answers beantwortet von: Christian K [ Grey Star Level] Bookmark and Share

Antwort # 4

Orthorexie – Wenn gesundes Essen krank macht

Es geht ihnen nicht um das “Wieviel” ihrer Nahrung, wie den Magersüchtigen, sondern um die richtige Qualität. Und damit diese stimmt, können schon mal Stunden des Tages mit Nachgrübeln über den Gehalt der aufgenommenen Nahrungsmittel verbracht werden.

Was derzeit von manchen Ärzten eher als Marotte gesehen wird, wird von anderen als Vorstufe einer Magersucht oder als Zwangserkrankung ausgemacht; manche sehen sie sogar als eigenständiges Krankheitsbild.

Entdeckt wurde die “neue Krankheit” 1997 von dem Alternativmediziner Steven Bratman. Er leitete den Namen von dem lange bekannten Krankheitsbild der Essstörung Anorexie ab.

Diese gibt es in zwei Formen, denen aber beiden die Beschäftigung mit der Menge des Essens gemeinsam ist: Ob nun in der Form der Pubertätsmagersucht (Anorexia nervosa) die Nahrungsaufnahme drastisch reduziert wird oder sich bei der Anorexia bulimia Phasen zwanghaften Fastens mit Heißhungerattacken abwechseln.
Qualität über alles

Bei der Orthorexie (orthos= richtig; orexis = Appetit) steht nun aber nicht die Quantität, sondern die Qualität des Essens im Vordergrund. Betroffene sind krankhaft fixiert auf gesundes Essen und versuchen ungesundes zu vermeiden.

Und das kann absurde Ausmaße annehmen: Sie grübeln Stunden des Tages über Nährwerttabellen, prüfen den Vitamingehalt der von ihnen verzehrten Lebensmittel und versuchen immer “gesündere” Lebensmittel zu bekommen – auch wenn sie z.B. ihre Hirse in Afrika bestellen müssen.

Durch diese exzessive Auseinandersetzung – zusätzlich verschärft durch die häufigen Lebensmittelskandale in den Medien (wie BSE, Acylamid usw.) – fallen immer mehr Lebensmittel durch das Raster, weil sie den zugrunde gelegten Qualitätsmerkmalen nicht mehr entsprechen, z.B. weil sie angeblich mit Schadstoffen belastet, krebs- oder allergieauslösend oder aus anderen Gründen ungesund sind.

Die Betroffenen leben am Ende dieser aufs “Gesunde” ausgerichteten “Ernährungskarriere” meist vegan, ernähren sich also nur noch von Gemüse und Obst – und kaufen ihre Nahrungsmittel im Bioladen oder bestellen im Internet.
Mangelerscheinungen und soziale Ausgrenzung

Auf der Strecke bleibt nicht nur die Lust am Essen, es kommt auch zu erheblichen Mangelerscheinungen – und natürlich Untergewicht. Wenn sich die Betroffenen an einen Arzt wenden, dann mit Symptomen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit und einer eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Die extreme Fixierung auf gesundes Essen hat auch soziale Folgen. Denn wer sich so extrem ernährt, kann in geselliger Runde nicht mehr mitessen oder muss sich sein eigenes Essen mitbringen. Die Betroffenen grenzen sich auch dadurch aus, dass sie mit großem Sendungsbewusstsein versuchen, ihre Umgebung zu einem gesünderen Leben zu bekehren.
Bedürfnis nach Kontrolle

Einige Mediziner sehen die in Fachkreisen als Orthorexia nervosa bezeichnete Essstörung nicht als eigenständiges Krankheitsbild, sonders als Zwangsstörung, die aber durchaus in eine manifeste Essstörung (wie z.B. Magersucht) münden kann.

Andere halten die Fixierung auf gesundes Essen für ein Teilsymptom einer bereits bestehenden Essstörung. Wegen dieser Schwierigkeiten bei der Zuordnung ist die Orthorexia nervosa (derzeit) weder in die internationale noch die deutsche Krankheitsklassifikation aufgenommen. Sie ist also offiziell nicht als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

Als mögliche Ursache wird – wie auch bei Anorexie-Patientinnen – das Bedürfnis nach Kontrolle gesehen. Über die Reglementierung der Nahrungsaufnahme wird diese Kontrolle, die in anderen Lebensbereichen verloren gegangen ist, wieder hergestellt. So können Ängste und eine allgemeine Verminderung des Selbstwertgefühls kompensiert werden.

Betroffen sind – auch hier eine Parallele zur Anorexie – vor allem junge, meist gebildete Frauen zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahrzehnt. Oft gelangen sie über eine Diät zur Gewichtsreduktion oder eine diätetische Maßnahme im Zusammenhang mit einer (chronischen) Krankheit in den Teufelskreis der gesunden Ernährung.
Wieder genussfähig werden

Behandelt wird die Orthorexie wie eine Essstörung. Es geht darum, zu einem “normalen” Essverhalten zurückzufinden und die Nahrungsaufnahme wieder entspannt ausleben zu können. Die Betroffenen müssen lernen, sich auch wieder etwas zu “gönnen”, das einfach nur gut schmeckt, ohne nach Gesundheitsaspekten oder Nährwerten zu fragen. Ist die Gewichtsabnahme sehr ausgeprägt, kann eine Psychotherapie nötig werden.

Gute Antwort oder schlechte Anwort: Thumb up 0 Thumb down 0

Answers beantwortet von: Onkel Bräsig [ Grey Star Level] Bookmark and Share

beantworten Sie die Frage

Sie müssen angemeldet sein, um eine Frage zu stellen.

noch kein Mitglied? Jetzt kostenlos registrieren »


RSS Feeds - Newsletter - Social

Comment Rating Widget

  • kakao291: Wenn du dich doch gut fühlst, werden das wohl keine Depressionen sein. Hast du...  Thumb up 0 Thumb down 0
  • Finni: Hey, ich hatte damit auch Probleme die letzten Monate. Achte mal auf gesunde...  Thumb up 0 Thumb down 0
  • Katie: Ich glaube schlicht und einfach dass Du zu viel nachdenkst. Ich kenne das Problem...  Thumb up 0 Thumb down 0
  • Ali A: also ich würde erst mal abwarten und viel sport viel essen viel trinken und nicht...  Thumb up 0 Thumb down 0
  • Cinderella: Ja, ich litt lange unter Depressionen und zwar weil ich schon mit 42...  Thumb up 0 Thumb down 0

Star Punkte Skala

Verdiene Punkte durch Fragen & Antworten!

Grey Sta Levelr [1 - 25 Grey Star Level]
Green Star Level [26 - 50 Green Star Level]
Blue Star Level [51 - 500 Blue Star Level]
Orange Star Level [501 - 5000 Orange Star Level]
Red Star Level [5001 - 25000 Red Star Level]
Black Star Level [25001+ Black Star Level]
BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor

Powered by Yahoo! Answers

Literature Blogs
blog directory